Wetter/Tageszeit
Früher Morgen. Ein furchtbarer Sturm fegt über das Land und starker Regen nimmt einem die Sicht

Jahreszeit
Der Frühling hat gerade begonnen

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 Im Zeichen der Rebellen

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Vaeriar
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BeitragThema: Im Zeichen der Rebellen   Do Feb 16, 2012 4:18 pm

Schwarze Wolken verdichteten sich im Nord-Osten über den hohen Gebirgsketten und verdunkelten das Land auf unheimliche Weise. Es könnte beinahe gemeint werden, die Abenddämmerung setze ein, stattdessen zog aber ein Sturm auf, dem keiner unter freiem Himmel begegnen wollte. Ebenso nahm auch der Wind langsam zu. Er pfiff durch die Schluchten der Berge, umwirbelte die Laubbäume und Tannen in den Wäldern und heuelte durch die Gassen der Städte. Das ganze Land wurde von diesem Sturm heimgesucht, der sich zum Ziel gemacht zu haben schien, alles zu vernichten. Aber noch blieb es bei diesem heftigen Wind, der umriss, was nicht festgehalten wurde, und der einsetzenden Dunkelheit, die durch die finsteren Wolken herbeigeführt wurde. Es käme einem Willkommensgeschenk für Schattendrachen und einer Folter für Lichtdrachen gleich. Aber weder die einen noch die anderen wollten bei diesem Wetter draußen sein. Und so ging es eben auch jedem anderen Geschöpf. Allmählig krochen Ratten, Mäuse, Vögel und andere Kleintiere in ihre Bauten, Rehe und Eber flüchteten sich ins Unterholz, Menschen liefen schnell noch den Weg nach Hause, Stadtdrachen nahmen den Rückwärtsgang in ihre Behausung in Angriff und Wilddrachen stecken ihren Kopf unter einen Flügel und verschanzten sich so in ihrer Heimat.
Aber nicht alle Wesen verkrochen sich so vor diesem Wetter. Der Kaiser schnaubte wutentbrannt im Saal seines Schlosses und versuchte das Geschehene zu verarbeiten. Es war ein Anschlag auf sein Schloss durchgeführt worden und er hatte einige Drachen und Menschen dazu beauftragt, wie dies geschehen konnte und wer es gewesen sein mochte. Seines Erachtens nach musste sein Schloss sicher sein und wenn es das nicht war, galt es, diesen Mangel zu beheben. Weit draußen in den Bergen hockte dafür diejenige, die für diesen Anschlag verantwortlich war und legte sich ihre Krallen sauber ...





Genüsslich leckte sie sich ihre Krallen sauber von ihrem morgendlichen Mahl nach ihrer erfolgreichen Tat. Das Reh hatte sehr köstlich geschmeckt und hatte ihrem knurrenden Magen endlich etwas zu arbeiten gegeben. Sie selbst hatte bereits vor ihrem Frühstück alle Arbeit geleistet und hoffte, dass ihre Tat nicht unentdeckt bliebe. Dass der Kaiser ihren Anschlag bereits mitbekommen hatte, stand außer Frage, aber sie hoffte, dass die geschwätzige Köchin die unschönen Neuigkeiten in der Stadt verbreiten würde. Und tatsächlich war es auch so gekommen. Nach ihrem Anschlag auf den Hofdamentrakt, hatte sich Vaeriar unter das gemeine Volk gemischt, die alle eilig wegen dem Wetter auf dem Heimweg waren, und war kurz darauf schon von einem etwas älteren Mann angesprochen worden, der ihr aufgeregt aber hinter vorgehaltener Hand wegen der Wachen von einem Anschlag auf den Kaiser berichtete. Amüsiert hatte sie sich für diese Neuigkeit bedankt, noch zwei Leuten davon erzählt und dann hatte auch sie sich auf den "Heimweg" gemacht. Immerhin hatte sie die letzten Jahre eine alte Bruchbude in den herunter gekommenen Vierteln der Hauptstadt ihr Heim genannt und jetzt hauste sie in einer Höhle mitten in den Bergen. Nun war dies hier ihr Heim.

Nach einer Weile, die sie nachdenklich nach draußen starrend verbracht hatte, erhob sie sich dann aber, trottete zum Höhlenrand und schaute die Schluchtenwände hinab. Sie waren übersäht von allerlei Höhlen und diese hier, in der Vaeriar sich gerade befand, war die größte Höhle. Dann schaute sie in den immer noch dunkler werdenden Himmel. Eigentlich, fand Vaeriar, konnten die Wolken gar nicht noch dunkler werden, sie waren schon schwarz. Aber irgendwie schafften sie es doch, immer dunkler und dunkler zu werden. Wie aus Trotz. Aber diese dunklen Wolken sollten ihr keine Angst bereiten. Und so breitete sie ihre Schwingen aus, wurde vom nächsten Windstoß aus der Höhle gerissen und erhob sich in den Himmel, wo ihre silbrigen Schuppen regelrecht glänzend hell einer Fackel gleich vor dem Himmel standen. Abwartend schaute sie in alle Himmelsrichtungen. Ob schon heute jemand den Weg in die Berge finden würde? Zu der "sagenumwobenen Rebellion"? Immerhin gab es durchaus Erzählungen von einer angezettelten Rebellion, die angeblich in den Bergen sein sollte. Aber das waren Sagen in den Köpfen der Landbewohner von Sil Welun. Niemand wusste, was es damit genau auf sich hatte und sie selbst, Vaeriar, hatte dieses Gerücht in die Welt gesetzt. Sie hoffte sehr, dass jemand dem Gerücht nun auf die Schliche kommen wollte und hierher kam ...



[RC | allein ]

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Yoru



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BeitragThema: Re: Im Zeichen der Rebellen   Fr Feb 17, 2012 8:33 pm


[In Sichtweite zu RC]

Die Luft hatte sich bereits vor einigen Stunden geändert, doch jetzt zeigten sich auch sichtbare Zeichen dessen, was Sil Welun bevorstand. Dicke schwarze Wolken formten sich am Himmel und der Wind nahm eindeutig spürbar zu. Ein starkes Unwetter würde wohl innerhalb der nächsten halben Stunde das Land malträtieren. Das jedoch würde Yoru nicht davon abhalten, sich ihrem Training zu widmen. Es war vielleicht untypisch für einen Heilmagier, sich am laufenden Band in Gefahr zu bringen, alleine zu reisen und auf körperliches Training versessen zu sein. Aber nicht für Yoru. Sie hatte es sich in den Kopf gesetzt, besser zu werden. Alle, die ihr wichtig waren, verteidigen zu können. Außerdem hatte sie von einer Rebellion gegen den Kaiser gehört, deren Lager angeblich im Gebirge wäre. Es waren nur Legenden, aber diese Legenden waren ein guter Antrieb, sich durch die Berge zu quälen. Man kann ja mal suchen. Wenn man nichts findet, hat man immerhin was gelernt.

So schlängelte sie sich weiter die schmalen Pfade entlang, nahm stets die schwersten Routen. Gerade hing sie an einer Felswand, sich langsam vorantastend, als sie aus den Augenwinkeln ein helles Funkeln wahr nahm. Ohne sich jedoch davon abzulenken, setzte sie ihren Kletterakt fort. Jetzt durfte sie sich keinen Fehler leisten. Wenn sie auch nur einen Moment ihre Konzentration verlor, würde sich die Magie verflüchtigen, die sie auf ihre Hände und Füße konzentrierte. Die Folgen waren absehbar, und ganz bestimmt nicht rosig. Achtsam bewegte sie ihren linken Arm weiter nach links, dann den linken Fuß, rechter Arm und rechtes Bein folgend. Stück für Stück arbeitete Yoru sich weiter vor, bis sie endlich wieder halbwegs sicheren Boden unter den Füßen hatte. Erst dann wagte sie einen Blick in Richtung Glitzerding. Das Etwas befand sich mitten in der Luft. Ein Drache? Mhh ... naja, was sollte es sonst sein? Der scheint aber ganz schön taff zu sein, wenn er bei dem aufkommenden Sturm noch immer draußen rumfliegt. Obwohl... ich bin ja auch noch draußen.

Yoru legte den Kopf schief und dachte nach. Der Wind wurde immer heftiger. Außerdem würde Regen die Felsen enorm glitschig machen. Sie war vielleicht manchmal risikofreudig, aber bestimmt nicht lebensmüde. Es war wohl besser, wenn sie sich schnellst möglich eine Höhle suchen würde. Sollte sie zu dem Drachen gehen? Drache + Gebirge + Sturm müsste doch bedeuten, dass in der Nähe eine Höhle ist. Darüber, dass der Drache vielleicht nicht ganz so freundlich sein konnte, machte sie sich keine Gedanken. Er würde sie schon nicht gleich auffressen. Also setzte sie ihre Kletterpartie fort, in Richtung glitzerndes Flugobjekt alias wahrscheinlich Drache.

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Skardi
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BeitragThema: Re: Im Zeichen der Rebellen   Fr Feb 17, 2012 10:03 pm

Die Welt leitete den ersten Part des Untergangs ein. Zumindest kam es Skardi so vor. Gnadenlos fegte der Sturm über das Land und riss an den Bäumen und Bergen. Tausende tanzende Blätter wirbelten über dem Wald umher und vollführten unglaubliche Figuren, dem Sturm total ausgeliefert. Der Wind zerrte an dem grauen Drachen. Es schien, als wollte er ihn davon abhalten, weiter in diese Richtung zu fliegen, Richtung Berge. Aber nicht, um den Drachen vor einer Gefahr zu schützen, sondern einfach nur aus Jucks und Tollerei, weil er stark war, weil er ungestüm war. Doch Skardi blieb unbeugsam. Er liebte Herausforderungen und so war dieses Unwetter eine willkommene Abwechslung. Wie um den Sturm zu provozieren, ihn anzustacheln, noch kräftiger über Sil Welun zu fegen, vollführte Skardi eine Längsdrehung um seine eigene Achse und schlug energischer mit den Flügeln. Gerade, als er einige Meter an Höhe gewann, schoss ein abgerissener Ast an ihm vorbei und hätte ihn beinahe getroffen. Skardi grinste schelmisch.
Der Himmel war ein Meer aus Schwärze. Wie eine dunkle Decke legten sich die düsteren Wolken über das Land und tauchten es in eine schattenhafte Atmosphäre. Die Wolken grummelten, als bereiteten sie sich ungeduldig auf den Finalen Schlag vor.. Es schien so, als wäre der Zorn der Welt entfacht worden.
Warum? Nun, Skardi kam gerade aus der Hauptstadt von Sil Welun. Vor kurzem hatte dort ein Anschlag auf das Kaiserhaus stattgefunden. Gerüchten zu folge, war es wohl ein Drache. Allerdings behaupteten andere felsenfest, es wäre ein Mensch gewesen. Für Skardi war beides möglich und eigentlich war es ihm auch egal. Ob Drache oder Mensch, von beiden hielt er Abstand.
Aber etwas anderes war ihm noch zu Ohren gekommen, etwas, was seine Neugierde weckte; Es hieß, in den Bergen hielte sich eine Gruppe von Rebellen versteckt. Und eben diese sollen für den Anschlag verantwortlich gewesen sein. So spannend es auch klingen mochte, Skardi flog nicht wegen der Rebellen in die Berge.
Der graue Drache gehörte der Rasse der Eisdrachen an und somit liebte er die Kälte. In luftigen Höhen war es immer etwas kühler, weshalb er nun genau dort hin flog – auf die höchsten Berge der Insel im Halbmondmeer.

Es schien, als hätte der Tag beschlossen, heute früher Schluss zu machen. Als wäre es Nacht geworden, erschwerte die Dunkelheit die Sicht. Doch Skardi war geübt im Sehen in der Nacht. Und er sah, dass er seinem Ziel immer Näher kam. Die hohen Wände der steinernen Riesen kamen mit einer atemberaubender Geschwindigkeit auf ihn zu. Skardi erreichte zwar nicht die Schnelligkeit eines Himmelsdrachen, doch er konnte sich als einen flotten Flieger bezeichnen.
Er drehte die Flügel, um den Sturm als Auftrieb auszunutzen. Er konnte die Berge nun gut erkennen. Wie alte Männer lehnten sie aneinander, grau und runzlig und kalt. Ja, dort würde er sich wohl fühlen. Zwar gab es hier nicht so viel Schnee, wie an seinem Geburtsort, doch nach so vielen Jahren brauchte er das kristalline Wasser nicht mehr, um sich wohl zu fühlen. Natürlich genoss er die Winter. Er freute sich wie ein kleines Kind, wenn die winzigen Eispaläste vom Himmel rieselten und die Landschaft in eine weiße Wunderwelt tauchten.

Die Berge waren nun ganz nah. Skardi konnte den Wind durch die Felswände heulen hören. Ein tiefes Rauschen, das hin und wieder zu einem schrillen Pfeifen wurde, wenn es von einem scharfen Felsen gebrochen wurde.
Plötzlich blitzte etwas in Skardis Augenwinkel auf. Es war kein Blitz, das wusste er. Blitze sahen anders aus. Er wandte den Kopf nach links und dort sah er den Ursprung des Lichtes. Ein Drache flog unweit von ihm entfernt durch die Lüfte, begab sich ebenso in Gefahr, wie er selbst es war. Ein Drache mit silbrigen Schuppen, die das wenige Licht brachen und so zu glitzern begannen.
Skardis Unachtsamkeit wurde sofort bestraft. Erzürnt über die Frechheit des Grauen und erbost über seine Provokationen, schickte er sich als starke Windböe an, dem Drachen in die Seite zu fegen. Der plötzliche Luftstoss verdrehte Skardis rechten Flügel und nahm ihm das Gleichgewicht. Durch die Geschwindigkeit und die verlorene Kontrolle raste der Graue direkt auf die Berge zu. Er versuchte zu bremsen, doch der Sturm riss ihn einfach mit sich, wie das Meer eine kleine Muschel mit sich zog.
Skardi brüllte auf, als er mit einem lauten Krachen gegen die Felswand schlug. Er hatte es geschafft, sich rechtzeitig so hin zudrehen, dass er den Aufprall halbwegs mit den Klauen abfangen konnte. Dennoch war die Kollision ein harter Schlag für ihn und auch der Berg musste nachgeben und lies einige Gesteinsbrocken fallen.
Harte Klauen kratzten über widerspenstiges Gestein, als Skardi halb benommen die Steile Felswand runter rutschte. Aus Wut über seinen eigene Fehler drang ein tiefes, doch lautes Knurren aus seinem großen Fang. Doch dann konnte er den Rutsch abbremsen und kam einige Meter über einen kleinen Vorsprung zum Halt. Verbissen krallte er sich in den Stein, um nicht weiter zu rutschen und hing nun am Fels, wie eine Spinne an der Wand. Kopfüber, die Flügel halb eingezogen, wobei am Rechten ein wenig Blut aus der Flügelhaut sickerte. Skardi sah nach oben in den Himmel. Dort flog immer noch der andere Drache. Dann blickte er nach unten und erkannte eine kleine, menschliche Gestalt direkt unter ihm auf dem Vorsprung.
Welch eine Schande. Vor aller Augen musste ihm so eine Peinlichkeit passieren. Seinen Zorn erkannte man gut am Gesichtsausdruck des Grauen. Doch das er ihm selbst galt, würde man wohl kaum aus den verengten Augen herauslesen können.

[Fliegt in die Berge | Nahe bei RC, direkt über Yoru]

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BeitragThema: Re: Im Zeichen der Rebellen   So Feb 19, 2012 1:56 pm


[In Sichtweite zu RC]

Noch während Yoru auf ihrem Felsvorsprung stand und über einen möglichen Unterschlupf nachdachte, tauchte auf einmal ein weiteres Flugobjekt auf. Diesmal war sie sich sicher, dass es sich um einen Drachen handelte, denn dieser legte einen rasanten Kampf gegen den Wind hin und hing schließlich einige Meter über ihr an die Felswand geklammert. Obwohl der Drache etwas blutete und der Aufprall nicht sehr gesund aussah, war diese Situation einfach urkomisch. Es kostete ihr enorme Anstrengung, nicht laut los zu lachen, denn das wäre nicht unbedingt klug - besonders, wenn man es mit einem so großen Wesen wie einem Drachen zu tun hatte. Ein Prusten entfuhr ihr dennoch und ihr Magen krampfte sich in stummen Gelächter zusammen. Wahrscheinlich hätte sie sich in ihrem krampfhaften Bemühen, nicht loszulachen, eine Rippe angebrochen, doch sie schaffte es gerade so, sich wieder zu beruhigen. Mit tiefen ruhigen Atemzügen konzentrierte sie sich auf Ruhe und langsam beruhigte sie sich auch wieder.
Dann schaute sie noch einmal gefasst nach oben. Der arme graue Drache sah fast schon kläglich aus, wie er da fesgekrallt hockte. Allerdings wusste sie auch nicht, wie sie ihm helfen konnte. Er war immerhin gut 2 bis 3 Meter über ihr. Sie könnte natürlich auch hochklettern ... Ich glaube, ich frage lieber ..., dachte sie und setzte es auch sogleich in die Tat um: "Ehm ... Kann ich dir irgendwie helfen?", fragte sie laut, während sie zu dem Grauen hochstarrte. Wo sie jedoch so darüber nachdachte ... das Einzige, was sie tun könnte, wäre seine Wunde zu heilen. Die war zwar nicht sehr tief, aber Schmerzen würde sie sicherlich verursachen.

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Skardi
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BeitragThema: Re: Im Zeichen der Rebellen   So Feb 19, 2012 5:30 pm

Ein Knacken ertönte. Unter Skardis rechter vorderen Klaue löste sich das Stückchen Fels, an das er sich gekrallt hatte. Jetzt hielt er es fest, so dass es nicht hinunter auf den Menschen fallen konnte. Dadurch war sein Halt zwar nicht mehr hundertprozentig sicher, aber hier, direkt am Berghang war der Wind nicht stark genug, um ihn erneut aus dem Gleichgewicht zu bringen. Er streckte den vorderen Arm aus und lies die kleinen Brocken in die Tiefe fallen. Der laute Sturm verschluckte sie in ihrem Fall.
Skardis Zorn schwang um. Seine akrobatische Glanzleistung war vergessen angesichts dessen, dass sich das Menschlein über seinen Unfall wohl gut amüsierte. Der Graue legte den Kopf etwas schief, die Augen immer noch von Wut zu Schlitzen verengt. Er öffnete leicht das Maul, doch es gab kein Sonnenlicht, das seine scharfen Fangzähne hätte aufblitzen lassen können.
Dann rammte er die rechte Klaue wieder in die Seite des Berges und kletterte Kopfüber ein Stückchen nach unten, direkt auf Yoru zu. Er war gar nicht angetan von ihrer Reaktion. Er sah deutlich, dass sie sich das Lachen verkneifen musste. Er sah es an ihren Seelenspiegeln, an den kleinen Fältchen, die sich um ihre Augen gebildet hatten, am Zucken ihrer Mundwinkel. Und es gefiel ihm nicht. Ein lausiger Meter trennte nun Skardis robuster Kopf von dem des Mädchens. Die Flügel hatte er entfaltet. Die dünne Haut flatterte an den Enden leicht im Wind, doch der Abstand zwischen Berg und Flügel war zu gering, als das der Sturm ihn hätte wegreissen können ob der großen Angriffsfläche, die die knapp 23 Meter langen Schwingen boten.

Du würdest dir selber helfen, indem du aufhörst, dich über mich lustig zu machen, Menschlein.

Seine Stimme war tief und rau und man hörte ihr seinen Unmut deutlich an. Die eisblauen Augen funkelten im Dunkel des stürmischen Tages. Skardi hatte eindeutig schlechte Laune. So schlecht, dass er sich sogar wegen dieser kleinen Belanglosigkeit aufregte. Es wäre wohl wert zu erwähnen, dass es egal gewesen wäre, wer dort auf dem Vorsprung stehen würde und wie er sich verhalten hätte. Skardi hätte jeden dumm angemault. Yoru war einfach nur zur falschen Zeit am flaschen Ort.

[Nahe RC | Yoru]

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Varin



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BeitragThema: Re: Im Zeichen der Rebellen   Fr März 02, 2012 7:02 pm


[Über Rc auf einem Berg]

Dunkel und grau, wild und bedrohlich. Die Wolkenschlacht am Himmel. Sie ballen sich, verschwimmen ineinander, überdecken sich. Eine will dunkler und gefährlicher als die andere scheinen, will den meisten Tribut am Unwetter haben. Gefährliches Grau von oben, gefährliches Grau von unten. Denn auch das raue Gestein unter seinen Schuhen wetteiferte mit, schien, je dunkler es wurde, ebenso gefährlicher zu werden. Sobald die ersten Tropfen aus den dicken Wolken fallen würden, würde das Gebirge nahezu unpassierbar werden. Dies war nicht das vertraute Gefielde in dem Varin sich auskannte. Dass Regen Gestein rutschig machte, war ihm dennoch klar. Ihm blieb aber nichts anderes übrig, als weiter zu gehen. Zu hoffen, dass er eine Höhle fand. Es war schließlich nicht sein Plan, in einem Gebirge zu verrecken. Wenn ihn dieser Gedanke auch irgendwo amüsierte.

Hier ruht Varin.
Der unglückselige Irre
Dem seine Unkenntnis
Zum Verhängnis wurde

Ruhe er in Fireden
Und ohne Regen.


So würde wahrscheinlich seine Grabinschrift lauten. Falls man seinen Leichnahm jemals finden, identifizieren und seinen Tod herleiten konnte. Um diesen Gedanken nicht der Realität zu überlassen, setzte er jeden Schritt noch achtsamer. Die Tropfen kamen sicher bald.

Gerade hatte er den Gipfel eines der etwas niedrigeren Berge erreicht, als sich ihm ein seltsames Schauspiel eröffnete. Von seinem Standpunkt aus konnte er gut die Umgebung überblicken. Die Umgebung definierte sich neben vielen felsigen Bergen als zwei Drachen und einem Menschen. Ein Drache, ein Stück vor und nahezu über ihm fliegend, schaute in Richtung des anderen Drachens, der wiederum über einer Person an einer Felswand klammerte. Während er über die Situation nachdachte, kam er zu dem Schluss, dass diese Haltung für einen Drachen nicht normal war. Die Berge boten jedoch nicht nur Drachen, sondern auch so einige Höhlen. Da er das Problem der Unterkunft somit gelöst hatte, blieb er einfach stehen und schaute den Gestalten zu. Vielleicht geschah noch etwas Interessantes. Es war jedenfalls schon merkwürdig, dass sich gleich zwei Drachen und ein Mensch bei diesem Wetter im Gebirge aufhielten. Sicherlich waren nicht alle so unwissend wie er und sind weiter durch unbekannte Berge gereist und dachten, dass das Wetter sicherlich gut wird. Um vorerst vielleicht nicht aufzufallen, bedeckte er soweit es ging seine magische Aura. Halb hinter einem Fels stehend beobachtete er so das Geschehen.
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Vaeriar
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BeitragThema: Re: Im Zeichen der Rebellen   So März 04, 2012 10:39 am

Mit ein paar kräftigen Flügelschlägen kämpfte Vaeriar gegen eine Böe an, die sie gewaltsam vom Fleck bewegen wollte. Aber sie schaffte es, der Böe zu widerstehen und sich zu halten. Was ihre Konzentration aufs Wetter noch fürs Denken übrig ließ, nutzte sie und dachte darüber nach, wann wohl die ersten eintreffen würden. Ob überhaupt jemand herkommen würde. Und während sie noch so darüber nachdachte, sah sie mit einem Male einen gräulichen Drachen, der gerade in diesem Moment vom Wind herumgewirbelt wurde und gegen eine Felswand geschlagen wurde. Riar war erst so erstaunt, dass sie sich gar nicht bewegen konnte, vor allem war sie noch überraschter, als sie eine dunkle Gestalt unter dem Drachen ausmachen konnte. Diese Person schien echt verdammt viel Glück gehabt zu haben.
Die Szenerie stand still. Weder Drache noch Mensch rührten sich. Schon wollte Riar sich in Bewegung setzten, als sie dank ihrer Herkunft die Anwesenheit eines anderen spürte. Jedoch drehte sie nicht den Kopf in diese Richtung, denn sie spürte auch sogleich, dass die betroffene Gestalt Magie wirkte, um unentdeckt zu bleiben. Unauffällig veränderte sie ihre Flügelhaltung und sackte schlagartig ab. Es sah so aus, als hätte der Wind sie nach unten gedrückt. Zwischen zwei Felsen verschwindend, drehte sie ab und flog in einem Bogen zwischen den Felsen hindurch langsam wieder hinauf. Von hinten wollte sie sich gerade der Person nähern, als der Himmel seine Schleusen öffnete. Wie aus heiterem Himmel mischte sich in die stürmischen Böen der Regen und prasselte herab auf die Welt.
Vaeriar verzog missmutig das Gesicht, schüttelte ihren Kopf und kam sanft auf dem Boden hinter dem Jungen auf. Dieser war auch von dem plötzlichen Unwetter überrascht worden und stand nun mitten im Regen. Anstatt sich nun also einfach hinter ihm aufzuhalten, streckte sie einen Flügel aus über seinen Kopf und bot ihm Schutz. Im Gegensatz zu ihm befand sie sich aber sichtbar für die anderen auf dem Felsen. Um die Aufmerksamkeit des Jungen wirklich auf sich zu ziehen, sprach sie ihn aber auch noch an.

"Ich grüße Euch. Was treibt Euch bei einem solchen Unwetter in diese Gegend?"

Abwartend und neutral wartete sie auf eine Antwort, eine Reaktion. Aggressiv wollte sie in keinster Weise erscheinen. Da aber auch sie einen trockenen Kopf behalten wollte und sie der Regen nervte, befand sich ihr Kopf ebenfalls unter ihrem ausgestreckten Flügel etwas in seiner Nähe.


[Varin | in Sichtweite Skardi und Yoru | RC]

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Kyrg'aniish



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BeitragThema: Re: Im Zeichen der Rebellen   Sa März 10, 2012 1:43 am

Wut schmerzte in seiner Brust wie glühende Asche, die sich langsam in sein Fleisch brannte; fachte seine Ressourcen an, die seine kraftvollen Flügelschläge wie eine Stichflamme nährten – ein gewaltiger und zu schnell verbrauchter Energieschub.
Wie lange flog er schon? Wie lange schon in ein und dieselbe Richtung? War er jemals so lange, so weit in eine einzige Richtung gereist? Er wusste es nicht, es war ihm gleich. Er merkte nicht einmal seine Erschöpfung, denn Zorn betäubte das Bedürfnis zu rasten. Ja selbst wenn die Sonne immer noch erbarmungslos mit ihrer Energie auf ihn niedergedrückt hätte und seine raue Haut bis zum Schmerzgrad erhitzen würde, wäre er wohl noch einige Meilen weit gereist. Doch ein leichter Sandsturm füllte die schwere Luft und verdeckte die Sicht zum wolkenlosen, blauen Himmel und der Sonne selbst.
Kyrgan flog durch die Sandwolken, die sich in der Luft so fein anfühlten, dass er sie auf seiner robusten Haut kaum zu spüren vermochte, sie waren wie ein schwaches Kitzeln, nicht mit dem zu vergleichen, was er unterm Sand spürte. Er liebte es, in den Sandstürmen zu fliegen, denn hier vermischten sich zwei Elemente – der Sand, in dem er schwamm und die Luft, in der er flog. Seine fürs Sandschwimmen angepassten Augenfunktionen ermöglichten es ihm, selbst in einem Sandsturm etwas sehen zu können ohne sich über eventuelle Sehschäden sorgen machen zu müssen. Aber im Moment war ihm auch das Fliegen in einem Sandsturm gleich.

Seine Flügel spannten sich, sodass er im Aufwind gleiten konnte. Im nächsten Flügelschlag, streckte er seinen Hals und Kopf gen Himmel und sank ihn dann tiefer, als wolle er herab blicken oder sich neigen, während seine Flügel das letzte mal ausholten. Sein Körper machte eine Wellenform, als wolle er abtauchen, dann zog er die Flügel enger zu sich, sodass er weniger Luftwiderstand gab und zum Sturzflug umleiten konnte.
Er nahm eine Geschwindigkeit an, von der er im normalen, geradeaus Fliegen nur träumen konnte. Aber es war nichts Ungewohntes, das machte Kyrgan oft, selten jedoch während eines Sandsturmes, in dem er von der Luft heraus sehr schlecht einschätzen konnte wo genau der Boden war und wo nur umher wirbelnder Sand ihn zu täuschen versuchte.
Wenige Meter vor dem Boden entfaltete er seine bremsenden Flügel und balancierte im Winde seinen Körper, der so weit unten kaum noch Aufwind bot. Kyrgan brauchte nur wenige Sekunden um den Rest zu berechnen und ohne eines weiteren Flügelschlags ließ er sich herab gleiten und in den durch den Sturmwind aufgelockerten Sand stürzen. Kaum das sein Kopf als erstes den Boden berührte, schmiegte er in Sekundenschnelle seine noch ausgebreiteten Schwingen eng an seinen Körper, gefolgt von kurzen, schnellen Bewegungen mit denen er sich in und durch den Sand bohrte.

Warum, warum nur?
, echote er seine sich immer wiederholende Frage. Seine Augen waren nun gänzlich geschlossen, aber er fühlte sich unter dem angenehm kühlen Sand keineswegs blind, im Gegenteil. Er fühlte sich in ihm geschützt und konnte hier unten hören, wenn andere Wüstendrachen in der Nähe unter dem Sand schwammen. Wenn er allerdings in der Luft war, fühlte er sich meist entblößt, da er schon von weiter Ferne zu erkennen war und er die unter dem Sand schwimmenden Drachen nicht sehen konnte. Seine Augen waren zu schlecht um aus der Höhe Erschütterungen seiner Artgenossen von zufälligen Sandwehen zu unterscheiden. Deshalb flog er erst, wenn er ein gutes Stück weit von ihnen entfernt war.

Kyrgan war zu unkonzentriert um im Moment wirklich gut schwimmen zu können und seine Lungen verlangten nach viel Luft, zudem wirkte der Sand hier trotz des Sturmes widerstrebender als üblich. Kam er schon allmählich dem Rande der Wüste näher? War er überhaupt noch in seiner Heimat, oder bereits in dem Wüstengebiet von Luh Thaczil?
Sein Drachenkörper konnte sich unter dem Sand gut orientieren, sodass er stets wusste, wo Oben und Unten war. Das Problem bestand nur manchmal darin, dass es überall Dünen gab und er sich manchmal länger nach oben arbeitete musste, als nach unten, oder umgekehrt. Am liebsten mochte er es aus Dünen heraus zu brechen, weil er es dann schaffte gleich in die Luft zu gleiten. Es war schwierig, aber möglich, doch dafür musste er zunächst aus der Luft sehen wo sich Dünen befanden und sich den Weg berechnen bevor er abtauchte, was er in einem Sandsturm und der damit verbundenen Kurzsichtigkeit nicht machen konnte.
Er spürte wie sich der Sand lockerte, er fühlte, wie er sich gänzlich von seiner Schnauze aus auflöste, er seine Augen öffnen konnte. Als nächstes half er sich mit seinen Vorderkrallen heraus und konnte an der Schräge spüren, dass er tatsächlich aus einer Düne heraus kam. Anschließend schwang Kyrgan in einem aufwirbelnden Windzug seine Flügel auf, schlug einmal mit ihnen und befreite bereits beim zweiten Ausholen seine Hinterbeine, mit denen er absprang und sich zurück in die Luft verhalf. Seine Schwingen donnerten abermals die Luft gegen den Boden, als eine Windböe ihn niederzudrücken versuchte.
Kyrgan löste sich dennoch vom Boden und war bemüht darum an Höhe zu gewinnen, doch seine Flügel waren so überbeansprucht, dass ihm jede Anstrengung bereits schmerzte. Kaum spürte er den Aufwind, verlor er das Gleichgewicht, zu erschöpft, seine Flügelschwingen standhaft zu halten. Er versuchte wieder in seine Haltung zu kommen, was er weiter oben in der Luft vielleicht geschafft hätte, denn hier unten musste er noch zu oft zu fest schlagen, was er einfach nicht mehr schaffte - die Stichflamme erlosch.

Kyrgan flatterte wie ein aufgescheuchtes Tier, das nur noch instinktiv und nicht mehr gewissenhaft reagiert und stürzte schließlich gegen eine benachbarte Düne. Mit dem Aufprall wirbelte er eine ganze Sandwolke auf, in der er sich verzweifelt auf die Beine wand, verärgert über dieses Missgeschick. Schließlich blieb er schwer keuchend und liegend ruhen, nur sein Kopf wiegte hin und her, begleitet mit einem leisen, schwachen Heulen, welches er zwischen die Zähne presste. Es rührte nicht von den leichten Prellungen, nicht von den Muskeln die ihm wegen des langen Fliegens schmerzten. Nein, es war viel tiefer, es war seelischer Schmerz, die wie glühende Asche in der Brust sich in sein Fleisch brannte.


[Kyrg'aniish / Östlich von Luh Thaczil]

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Varin



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BeitragThema: Re: Im Zeichen der Rebellen   So März 11, 2012 4:33 pm


[Über RC auf einem Berg | Vaeriar]

Der grau-bunte Drache in Varins Nähe setzte sich in Bewegung und verschwand. Kaum war er aus seinem Sichtfeld verschwunden, prasselte es kalt und nass auf ihn. Mit aller Macht schien der Regen ihn in die Knie zwingen zu wollen. Es wurde Zeit, sich einen Unterschlupf zu suchen. Doch bevor er dazu kam, sich in Gang zu setzten, stoppte auf einmal etwas den sinflutartigen, kalten Regen. Er sah hoch und erblickte etwas ledernes Blaues. Ein Flügel. Zusätzlich hörte er die begrüßenden und fragenden Worte des Drachen, der seinen Flügel über ihn hielt. Als er sich umschaute, blickte er in das Gesicht des Drachen, der soeben verschwunden war. Es war relativ schmal, blaue Schuppen lagen teilweise über der grauen Lederhaut. Das Wesen wirkte freundlich, nicht, als würde es ihn fressen wollen. Das würde auch nicht sehr gut auf seinem Grabstein aussehen. Hat sich fressen lassen. Nicht sehr ruhmreich, nicht einmal amüsant.
Mit dem Gedanken, ob er in diesem Fall überhaupt einen Grabstein verdient hätte, antwortete er: "Ich grüße auch Euch. Ich bin ein Reisender und komme aus Leirith Pab. Leider kenne ich mich in Gebirgen überhaupt nicht aus und habe deshalb wohl den falschen Zeitpunkt zum Weiterreisen genommen. Zumindest den Falschen für eine ungefährlichere Reise. Mir war nicht klar, dass sich das Wetter hier so schnell ändern kann." Fasziniert blickte er in die Augen des Drachens. Er sah sehr schön aus: sanfte gelbe Augen verliehen ihm ein vertrauenswürdiges Gesicht, die grellen Farben in seinem Grau wirkten fröhlich und nicht - wie es von der Natur häufig vorgesehen ist - gefährlich. Soweit er sehen konnte, war der Drache ebenfalls schlank gebaut und wahrscheinlich sehr wendig und gut im Fliegen. Varin war sich nicht sicher, welcher Rasse er angehörte. Ein Wüstendrache war er jedenfalls nicht, die kannte er sehr gut. Schließlich hatte er ein Großteil seines Lebens in diesem Gefielde verbracht. Wasser- und Feuerdrache konnte er eigentlich auch ausschließen und Baumdrache auch. Vielleicht war er ja ein Himmelsdrache? Zwar hatte er schon einige dieser Sorte gesehen, aber man hatte ihm gesagt, dass sie recht verschieden aussehen.
"Ich hätte allerdings nicht gedacht, dass Gebirge so belebt sind. Sogar bei diesem Wetter.", sagte er nach einer kurzen Pause und fügte dann mit einem Blick nach oben hinzu: "Danke."
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Castiel



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BeitragThema: Re: Im Zeichen der Rebellen   So März 11, 2012 10:40 pm

Castiel ging gerade aus seiner angenehmen Behausung heraus. Da viel ihm auf das es heute doch sehr stürmisch war. Aber das störte den Himmelsdrachen wenig. Den er war aus einem bestimmten Grund bei diesem Wetter unterwegs. Er hatte es einfach satt alleine in dieser Höhle zu wohnen, da er seinen Gefährten einfach schrecklich vermisste. Und somit hob er mit einem kräftigen Sprung vom Boden ab und drehte in Richtung der Berge ab, wo sich angeblich der Rebellenclan aufhalten sollte. Doch der Sturm war so stark das Cas nur schwerlich vorankam. Der Sturm riss heftig an seinen Flügeln und Cas musste sehr aufpassen das er nicht vom Himmel gerissen wurde.

Der Drache flog schon einige Zeit als es zu allem Überfluss auch noch zu regnen anfing.Dies ging dem Drachen gehörig auf die Nerven. Auch griff der Wind nun stärker nach ihm und rüttelte ihn ordentlich durch. So ging das noch einige Zeit weiter bis er gehörig die Nase voll davon hatte. Er flog einige Kreise um einen Berg und suchte nach einem geeigneten Landeplatz. Doch fand er keinen und somit flog er höchst widerwillig weiter.

Als er plötzlich merkte das unter ihm ein grau - blauer Drache saß und den Flügel ausgestreckt hatte. Cas überlegte kurz ob er landen sollte. Da er bei diesem Unwetter aber nicht unbedingt weiter fliegen wollte, entschloss er sich kurzerhand bei dem Drachen zu Landen. Er klappte die Flügel ein und setzte zu einem steilen Sturzflug an, kurz bevor er jedoch gegen den Boden prallte breitete er seine Schwingen wieder aus und fing den Sturz mit kräftigen Flügelschlägen ab. Dan landete er sanft auf dem Boden. Cas merkte das der Drache nicht alleine war sondern auch ein Mensch bei ihm war und unter dem Flügel des Drachens stand. Also ging der blaue hin und musterte die beiden eingehend.

"Mein Name ist Castiel. Wisst ihr vielleicht wo sich der Rebellenclan aufhält."
Fragte der Himmelsdrache und wartete auf eine Antwort.


[ober Rc/ bei Vaerier, Varin]
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Kyrg'aniish



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BeitragThema: Re: Im Zeichen der Rebellen   Di März 13, 2012 10:38 pm

[Kyrg'aniish / Östlich von Luh Thaczil]

Halboffene Augen blickten aus einem liegenden Drachenkörper, betrachteten abwesend die schleierhafte Umgebung zu der er selbst geschmolzen war. Ein unachtsamer Reisender hätte seinen halb vom Wüstensand bedeckten Körper nicht von der natürlichen Umgebung zu unterscheiden vermocht. Und selbst wenn jemand diese Augen gesehen hätte, so hätte er gemerkt, wie leblos und leer sie wirkten.
Trotz, dass seine Augen offen waren, blinzelte er nicht - denn sie waren mit einer zweiten, für Wüstendrachen typischen Hautschicht, geschützt. Allerdings konnte er durch sie auch weniger gut sehen.

Eingenommen von seinen Gedanken und überwältigt von seiner Erschöpfung, merkte er nicht, wie lange er schon nach seinem Sturz liegen geblieben war. Lange genug, dass seine Wehmut nicht mehr aus seiner Lunge drang, lange genug, dass er still, reglos und in sich gekehrt liegen blieb, lange genug, dass der Sandsturm sich legen konnte und seine Schuppen wieder die Wärme der Sonne empfingen.

Ein Blinzeln - und gefolgt vom nächsten Augenschlag, gleitete auch seine zweite Hautschicht ab. Langsam erhob sich sein gehörnter Kopf und Sand rieselte an seinen Schuppen den Hals entlang und von ihm herab, hinterließ eine Sandwolke, die sich alsbald wieder auflöste.
Nichts erregte seine Aufmerksamkeit in dieser tristen Landschaft, es war viel eher ein innerlicher Vorgang, der ihn aus seinem Zustand weckte. Es waren seine sich ewig kreisenden Gedanken, die an einem Punkt ankamen, die ihn an etwas erinnerten.
Einen Moment noch verharrte er in dieser Position, ehe er sich langsam auf seine Beine erhob, langsamer als man gewöhnlich aufstand. Er war müde, noch keineswegs erholt, aber es widerstrebte ihm noch länger an diesem Ort zu verweilen. Und so setzte er seinen Weg langsam fort.

Kyrgan machte es sich ein wenig einfacher und versuchte mit seinem schweren Drachenkörper eine Düne zu Fuß zu ersteigen. Oben angekommen ging er in die Knie und breitete seine Schwingen in einem flatternden Geräusch aus. Er machte einen Satz in die Luft und schlug mit den Flügeln, wirbelte Unmengen von Sand hinter sich auf und gleitete schließlich in die Luft. Sein Herz war nicht beruhigt, aber so doch ruhiger als zuvor und sein Geist konzentrierter. Er flog nicht mehr von Wut angefeuert, verbrauchte nicht unnötig Energie. Ja, man könnte sein dahingleiten schon als gelassen bezeichnen, denn es war nur seine äußerliche Erscheinung, die sich im Moment von seinem inneren Zustand deutlich unterschied.

Fort, er wollte nur noch fort von hier.

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Vaeriar
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BeitragThema: Re: Im Zeichen der Rebellen   Sa März 24, 2012 2:31 pm

Für einen Moment wanderte Riar's Blick in die Richtung des anderen Drachen und der Frau, ehe sie sich wieder auf ihren Gesprächspartner konzentrierte, der sich anscheind aber gegen eine eigene Vorstellung entschieden zu haben schien. Nun denn, also würde sie ihn wohl "Reisender" nennen müssen. Was er auch war, wie sie gerade herausfinden durfte. Aber mit mangelnden Kentnissen in einem Gebirge unterwegs zu sein bei einem solchen Wetter war hart an der Grenze zum Selbstmord. Es sollen schon manche geschafft haben, aber mehr mit Glück als Verstand. Und als er nun auf das wechselnde Wetter zu sprechen kam, musste Riar breit grinsen.

"Ja, das Wetter in diesen Gefilden kann doch recht launisch sein und sehr überraschend andere Gesichter annehmen."

Als sie fertig gesprochen hatte, schaute sie den Jungen wieder an und nahm den Kopf leicht zurück, als sie sah, dass er sie mit so offenkundigem Interesse und Begeisterung anschaute. Fragend legte sie den Kopf schief, entschied sich dann aber sofort, nicht weiter darauf einzugehen. Stattdessen schaute sie wieder in die Ferne und gerade wollte sie auf seine letzten Worte noch reagieren, als die Natur seinen Worten noch eins draufsetzen wollte: Ein anderer Drache näherte sich ihnen, ließ sich sanft auf den Felsen nieder und näherte sich ihnen. Grüßend nickte Riar in seine Richtung, nachdem er sich vorgstellt hatte. Seine Frage allerdings ließ sie sofort aufschauen und den Drachen doch noch näher betrachten. Nun war sie eindeutig neugierig, stellte schnell fest, dass der Drache, der doppelt so groß war wie sie, den Himmelsdrachen angehörte. Am liebsten würde Riar sofort auf seine Frage antworten, doch wusste sie nicht, woran sie mit dem Reisenden war. Doch dann beschloss sie, dass es nicht sonderlich schlimm wäre, wenn auch er wusste, wer sie war.

"Ich grüße Euch. Mein Name ist Vaeriar und ja, ich kann Euch sagen, wo Ihr den RebellenClan findet."

Einen Moment verstummte sie und schaute ihren beiden Gefährten in ihre Augen. Dann sprach sie weiter.

"Der Ort ist nur einige Flügelschläge in diese Richtung -", Riar nickte nach leicht schräg vorne rechts, "- und etwas abwärts. Dort wo die vielen Höhlen sind, und die größte Höhle ist die der Anführerin." Sie schaute Castiel an. "Und vor Euch steht die Anführerin."

Abwartend, wie die beiden reagieren würden, war ihre Aufmerksamkeit auf beide gerichtet und ihr Blick auf Castiel. Was würden sie sagen?


[Varin und Castiel | in Sichtweite Skardi und Yoru | RC]

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Varin



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BeitragThema: Re: Im Zeichen der Rebellen   Sa März 31, 2012 7:40 pm


[Über RC auf einem Berg | Vaeriar, Castiel; in Sichtweite zu Skardi, Yoru]

Der Drache bei ihm antwortete, doch bevor er ganz zuende sprechen konnte, erschien eine weitere majestätische Gestalt. Dieser Drache war um einiges größer als der neben ihm und blau. Da er höflich eine Frage stellte, war wohl auch jener eher freundlicher Natur. Abwechselnd musterte er die beiden Drachen. Wenn einer von ihnen ein Himmelsdrache ist ... dann wohl eher der Große, dachte er und legte leicht den Kopf schief. Neben den beiden riesigen Gestalten fühlte Varin sich klein und zerbrechlich. Zwar ging er stets mit erhobenen Haupt durch die Welt und fühlte sich einiger Maßen sicher. Doch ihm wurde bewusst, wie wenig Chancen er hätte, wären ihm diese Kreaturen weniger wohl gesinnt.


"Und vor euch steht die Anführerin", verkündete der bunte Drache neben ihm. Rebellenclan? Wogegen rebelliert man denn hier? Wenn es gegen das teuflisch unberechenbar schnell wechselnde Wetter ist, bin ich dabei. Fragend schaute er den Kopf seines Regenschutzes an. "Was ist das für eine Rebelliion für die sich euer Clan gebildet hat, wenn ich fragen darf?" Dann war dieser Clan also der Grund, warum so viele Wesen sich bei diesem Wetter in den Gebirgen herumtrieben. Das war zumindest eine logische Erklärung. Die Situation behagte ihm zwar nicht wirklich, doch war er zu neugierig, um nichts zu sagen. Außerdem sprach der bunte Drache, dessen Name Vaeriar war, wie ihm wieder einfiel, von Höhlen. Genau in so ein Gebilde wollte er schließlich. Die sinflutartigen Regenschauer hatten zwar etwas herrlich apokalyptisch bedrohliches, allerdings erschien ihm ein trockenes Plätzchen wesentlich angenehmer als donnernde kalte Tropfen.
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Yoru



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BeitragThema: Re: Im Zeichen der Rebellen   So Apr 08, 2012 8:25 pm


[In Sichtweite zu RC | Skardi]

Langsam kam das graue Ungeheuer auf sie zugeklettert. Es hing kopfüber und war immer noch urkomisch. Dennoch war sich Yoru der Tatsache bewusst, dass Drachen - ob nun zum totlachen oder nicht - gefährliche Wesen waren. Da dieses Exemplar offensichtlich schlechte Laune hatte, wollte sie eigentlich nicht sein Gemüt weiter provozieren. Sich einen Kommentar zu verkneifen, wäre aber zu viel verlangt gewesen.
"Ich mache mich nicht über dich lustig, ich lache nur, weil das sehr komisch aussah. Wenn du auch lachen würdest, würden wir zusammen lachen und es wäre viel lustiger. Aber gut, wenn ich dir nicht helfen soll und du nicht lachen willst,", sie ging vorsichtig weiter bis zum Ende ihres Felsvorsprungs,"dann klettere ich weiter und schau mal warum hier auf einmal so viel los ist.", sagte sie und machte sich weiter ans Klettern. Während sie mit dem Grauen beschäftigt gewesen war, änderte seine Position und ein weitere Drache tauchte auf. Sie befanden sich auf einem Berg in einiger Entfernung. In recht weiter Entfernung, wenn man bedachte, dass sie an den Wänden entlangklättern musste und dabei von gewaltigen Wassermassen begossen wurde. Bei diesem Wetter würde sie selbst mit aller möglicher Konzentration nicht weit kommen. Also machte sie sich auf, schräg nach oben zu klettern, um möglicher Weise auf den Felsen besser voran zu kommen.

Dass sich hier so viele Wesen aufhalten ... vielleicht befindet sich hier wirklich das Zentrum einer Rebellion. Auf jeden Fall muss ich es irgendwie schaffen dorthin zu gelangen. Wie soll ich sie sonst auch fragen?

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Skardi
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BeitragThema: Re: Im Zeichen der Rebellen   Di Apr 17, 2012 8:19 pm

Das kalte Wasser schien seine Arbeit gut zu machen, denn das hitzige Gemüt des Grauen kühlte etwas ab. Und obwohl er die Worte des Menschenmädchens immer noch so interpretierte, dass sie ihn sehr wohl ausgelacht hatte, fand er den zweiten Teil ihres Satzes amüsierend. Da gab er ihr wahrlich recht. Hätte er auch gelacht, wäre es für beide lustiger gewesen. Allerdings hätte diese Situation ganz schön böse für Skardi enden können, weshalb ihm einfach nicht zum Lachen zumute war. Deswegen gönnte er es auch keinem anderen - und schon gar nicht irgend einer dahergelaufenen Fremden.

Allmählich fungierten die halb ausgebreiteten Flügel des Drachens wie die Grundlage eines Wasserfalles, an dem die Wassermassen hinunter stürzen konnten. Zwar war der Wasserfall eher mickrig, doch seltsam sah es allemal aus. Es schien, als wolle der Regen das ganze Land unter Wasser setzen. Ein Strom, wie ein grauer Vorhang, der unablässig gen Erde fiel. Er machte die Felsen glitschig und das Mädchen sah aus, wie ein begossener Pudel.
Jetzt war Skardi an der Reihe, zu grinsen. Ihm selbst machte der Regen nichts aus. Er besaß keine Frisur und keine Klamotten, die durch das Wasser durchnässt werden konnten. An seinen harten Schuppen flossen die Tropfen einfach ab, von der Schwerkraft nach unten gezogen.

Mittlerweile war der boshafte Blick des Grauen verschwunden. Seine Mimik nahm nun wieder weniger bedrohliche Züge an. Nun interessiert beobachtete er, wie das Mädchen sich einen Weg nach oben suchte. Er zweifelte an ihrem Erfolg. Der Stein war wirklich rutschig, die Wand war steil und der Fall würde ziemlich lange dauern. Auch wenn das Mädchen ihn ausgelacht hatte -dessen Meinung er ja immer noch ist- wollte er nicht unbedingt, dass sie in den Tod stürzte.
Die Krallen in den Stein schlagend, um genügend Halt zu bekommen, positionierte sich Skardi nun so, dass er bequem den rechten Flügel ausstrecken konnte, um den Regen abzufangen, bevor er das Mädchen erreichte. Groß genug waren die Schwingen, dass der Graue ihr so zu sagen eine Art Schirm bieten konnte. So würde er sie bis nach oben begleiten.
Fliegen wäre zwar einfacher gewesen, doch seit dem Tod seiner Freundin hatte er niemanden mehr auf seinem Rücken sitzen lassen. Wer weiß, wie lange es noch dauert, bis Skardi wieder jemanden fand, dem er genug vertrauen konnte, um ihn auf sich reiten zu lassen.

Gegen die Neugierde ankämpfend und sich dem Drang erwehrend, nachzuschauen, was da oben abging, wartete Skardi, bis das Mädchen hoch genug geklettert war, um selbst weiter nach oben zu steigen.

"Ich lache halt nicht so gerne über mich selbst."

gab er schließlich noch auf die vorherigen Worte zurück. Es klang ein wenig schuldig. Wie bei einem kleinen Kind, das eingesehen hatte, einen Fehler gemacht zu haben, es aber noch nicht so wirklich zugeben wollte.

[Nahe RC | Yoru]

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